+++ Dein Sport mit uns in Coronazeiten +++

Liebe Mitglieder,

es geht wieder was!!!!   Langsam aber sicher können wir neben unseren Online-Angeboten vor allem Outdoor und in den Schwimmhallen (nur Kinder) zum Sport zurückkehren. Bitte achtet auf die aktuellen Meldungen (weiter unten auf dieser Seite) und die Mitteilungen bei den verschiedenen Sportangeboten.
Im nachfolgenden Link findet Ihr zudem weiterhin unser umfangreiches Onlineangebot. Jeder kann mitmachen!

Unsere Online-Trainings-Angebote findet ihr hier: Online Training

Die Erste Liga bleibt ein Traum – vorerst

Als die Live-Übertragung des KTV-Heimsiegs gegen den Moerser SC beendet war und die Musik in der Heinrich-Dahlinger-Halle verstummte, fiel die Anspannung von Wirtschaftsrat Michael Sevenheck ab. „Wir haben viel Arbeit investiert, um das zu sehen, was hier in der Halle passiert“, sagte er gerührt und mit glänzenden Augen. Seine KTV Adler hatten den Tabellendritten zuvor mit 3:0 zerpflückt, haben die Meisterschaft in der eigenen Hand. Sportlich ist der Aufstieg in die Bundesliga möglich. Darf Kiel von der Ersten Liga träumen? Es ist knapp drei Jahre her, da stand schon einmal die Frage im Raum, ob ein Aufstieg machbar ist. Die KMTV Eagles hatten sportlich den Sprung in die Zweite Liga geschafft. Es herrschte Aufbruchstimmung in Kiels Volleyball-Landschaft. Die Teams der Klubs KMTV und KTV wurden in einem Verein gebündelt, ein Wirtschaftsrat aus Sven Hesse (Finanzen), Lars Brinkmann (Koordinator Leistungssport) und Michael Sevenheck (Vertrieb und Marketing) gegründet. Teammanager Jörg Pelny, auch zuständig für Lizenzen und Spielbetrieb, brachte alle zusammen. Und die Verantwortlichen stellten einen Drei-Jahres-Plan auf, der vorsah, sich in der Zweiten Liga zu etablieren, oben heranzurücken, um den Titel mitzuspielen. 2021 steht fest: Plan erreicht. „Jetzt ist es an der Zeit, sich mit dem Wirtschaftsrat zusammenzusetzen und sich zu fragen: Was ist die neue Herausforderung?“, sagt Sevenheck. Zumindest für das nächste Jahr hat das Gremium die Frage schon beantwortet: 2022 will der KTV Meister werden – in der Zweiten Liga. Ein Aufstieg in diesem Jahr kommt in jedem Fall zu früh. Aber die Planungen gehen weiter. Der Verein hat die Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren der Ersten Liga bei der Volleyball-Bundesliga (VBL) angefordert. Sevenheck: „So einen Aufstieg plant man nicht von einem Jahr aufs nächste.“ Die Anforderungen sind enorm: Um mittelfristig im Oberhaus bestehen zu können, brauche es einen Etat um die 600000 Euro, eine Spielbetriebs-GmbH müsste gegründet werden – und eine neue, beidseitig bespielbare Halle müsste her. „Es ist natürlich etwas anderes, ob man in einer Arena oder in einer Schulsporthalle spielt“, sagt Sevenheck. Doch es gibt auch Bereiche, in denen der KTV – neben den sportlichen Leistungen – reif für einen Aufstieg wäre. „Was das Rahmenprogramm am Spieltag angeht, wären wir konkurrenzfähig“, sagt Sevenheck. Seit dieser Saison werden die Heimspiele der Adler auf sporttotal.tv gestreamt, aus mehreren Kameraperspektiven. Bis zu 1400 Zuschauer verfolgen die Übertragungen. So wird trotz leerer Halle Sponsoren und Partnern, die dem Klub in der Pandemie die Treue hielten, eine Plattform geboten. „Bei dem, was wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten können, haben wir uns trotz Corona weiterentwickelt“, sagt Sevenheck. Doch in die Erste Liga bleibt es für den KTV, der sich mit seinem Etat laut Vereinsangaben im unteren Drittel der Zweiten Liga bewegt, ein Quantensprung. „Ohne Unterstützung der Stadt und der Wirtschaft ist es nahezu unmöglich, das auf die Beine zu stellen.“ Deshalb wollen die Adler auf sich aufmerksam machen. „Selbst eine Platzierung unter den ersten drei, wäre in diesem Jahr ein Fingerzeig: Wir sind da und sind bereit“, sagt Sevenheck. Vielleicht könnte der Erstligatraum in Kiel tatsächlich bald Realität werden.

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 30.3.21, Text: cbe / Foto: U. Paesler